Die GRÜNEN Bantiger beziehen klar Stellung zu den vier eidgenössischen Vorlagen. Uns ist wichtig, dass die Schweiz eine zukunftsfähige, solidarische und demokratisch starke Entwicklung nimmt. Nachfolgend erläutern wir unsere Positionen im Detail.

 

1. Ja zur Klimafonds-Initiative

Die Schweiz erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt – mit gravierenden Folgen für Natur, Gesundheit, Wirtschaft und Infrastruktur. Die Klimafonds-Initiative schafft die Grundlage für eine langfristige, verlässliche und sozial gerechte Klimapolitik.

Der Klimafonds ermöglicht Investitionen in:

  • den Ausbau erneuerbarer Energien
  • klimafreundliche Mobilität
  • Gebäudesanierungen
  • Innovationen und neue Technologien
  • den Schutz vor Naturgefahren

Damit schützen wir nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und stärken die Versorgungssicherheit. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um die Schweiz auf Klimakurs zu bringen – für uns, unsere Kinder und kommende Generationen.

Darum sagen wir: Ja zur Klimafonds-Initiative.

 

2. Nein zur Bargeld-Initiative – Ja zum Gegenentwurf

Die Bargeld-Initiative klingt auf den ersten Blick harmlos, ist aber unnötig und rechtlich unpräzise formuliert. Sie würde keinen zusätzlichen Schutz bieten, sondern vor allem Unsicherheiten schaffen.

Der Gegenentwurf hingegen garantiert, dass Bargeld auch in Zukunft verfügbar bleibt und die Nationalbank ihren Auftrag klar wahrnehmen kann – ohne übertriebene oder missverständliche Verfassungsbestimmungen.

Wir setzen uns für eine moderne, sichere und frei wählbare Zahlungslandschaft ein, in der Bargeld weiterhin eine wichtige Rolle spielt, aber nicht politisch instrumentalisiert wird.

Darum sagen wir: Nein zur Bargeld-Initiative – Ja zum Gegenentwurf.

 

3. Nein zur SRG-Initiative

Die SRG-Initiative würde die Finanzierung des Service public massiv reduzieren und damit zentrale Angebote gefährden, die für unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind. Der Bundesrat hat bereits beschlossen, die Haushaltsabgabe auf 300 Franken zu senken und einen grossen Teil der Unternehmen von der Abgabe zu befreien. Die Halbierungsinitiative würde nicht nur der SRG, auch den Regionalmedien die Grundlage nehmen.

Betroffen wären insbesondere:

  • Regionale Berichterstattung, die lokale Politik und gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar macht
  • Kultur- und Bildungsformate, die Vielfalt fördern und kulturelle Teilhabe ermöglichen
  • Sportübertragungen, die für viele Menschen ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis darstellen
  • Mehrsprachige Angebote, die den Zusammenhalt unseres Landes stärken

Eine funktionierende Demokratie braucht unabhängige, vielfältige und für alle zugängliche Medien. Die Initiative schwächt genau diese Strukturen und gefährdet damit die Informationsgrundlage der Bevölkerung.

Darum sagen wir: Nein zur SRG-Initiative.

 

4. Ja zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung

Die heutige Besteuerung benachteiligt viele Frauen, insbesondere Zweitverdienerinnen, und wirkt sich negativ auf die Erwerbsbeteiligung aus. Das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung schafft hier Abhilfe.

Es sorgt dafür, dass:

  • jede Person unabhängig von ihrem Zivilstand besteuert wird
  • finanzielle Fehlanreize für erwerbstätige Frauen abgebaut werden
  • die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert wird
  • der Fachkräftemangel entschärft wird

Die Individualbesteuerung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichstellung und wirtschaftlicher Fairness.

Darum sagen wir: Ja zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung.

 

Mehr Informationen

Ausführliche Erläuterungen zu allen Vorlagen findest du auf der Website der GRÜNEN Kanton Bern: 👉 https://gruenebern.ch/abstimmungen